Was ist Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz?

Psychotherapie beschäftigt sich mit der Diagnostik, der Heilung oder Linderung von krankheitswertigen psychischen oder psychosomatischen Symptomen, Verhaltensstörungen oder Leidenszuständen, ohne den Einsatz medikamentöser Mittel.

 

Psychotherapie mit einer Erlaubnis nach dem Heilpraktikergesetz beschreibt eine Besonderheit des deutschen Gesundheitswesens. Heilpraktiker sind in Deutschland neben psychologischen und ärztlichen Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendpsychotherapeuten berechtigt, Psychotherapieverfahren anzuwenden. Heilpraktiker arbeiten ohne Krankenkassenzulassung.
In einigen Fällen können die Kosten über eine private Zusatzversicherung ganz oder teilweise
erstattet werden.

 

Heilpraktiker ist, wer die Heilkunde berufs- oder gewerbsmäßig ausübt, ohne als Arzt approbiert zu sein. Die Ausübung bedarf der staatlichen Erlaubnis durch die zuständige Landesbehörde. Sie setzt unter anderem eine Überprüfung der Kenntnisse in Psychiatrie, Psychologie, Psychopathologie und Psychotherapie voraus.

 

Die Grenze vom Coaching zur Psychotherapie ist oft fließend. Um im Coaching-Prozess mit dem Klienten weiter voranzukommen und Blockaden oder innere Konflikte aufzulösen, braucht es gegebenenfalls Klärung durch psychotherapeutische Verfahren. Differentialdiagnostisch sollten vorab organische oder neurologische Erkrankungen als Ursache psychischer Störungen ausgeschlossen werden.

 

 

Arbeitsfelder

  • Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen
  • Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
  • Supportive (stützende) Psychotherapie in Krisensituationen